IN FREUNDSCHAFT VERBUNDEN

Zur „Unterzeichnung der Vereinbarung zur gegenseitigen Mitgliedschaftzwischen dem Freundeskreis Römerkanal und dem SIT Walferdingen machte sich am 16.4. eine gleich sechsköpfige Delegation, angeführt vom Vorsitzenden Herrn Lorenz Euskirchen, auf den Weg nach Luxemburg. Der herzliche Empfang zeigte schon deutlich, dass die gegenseitigen Besuche im Vorfeld der letzten zwei Jahre Zuneigung und Respekt vertieft hatten.
Klaus Grewe
Nicht zu vergessen: die Veranstaltung gelang nicht zuletzt durch die Mitwirkung eines Saxophonquartetts des Luxemburger Konservatoriums.  Mit ausgewählten Stücken von Bach bis zu groovigen Rhythmen des Latin Jazz zeigte die Gruppe ihr beachtliches Können und belebte die Zuhörer zusätzlich. Mit einem gemeinsamen Essen der Vereinsvorstände fand dann der Tag ein gemütliches Ende.
Die Reden der beiden Vorsitzenden, Lorenz Euskirchen und Henri Werner, machten den Sinn der Partnerschaft deutlich, in der das gemeinsame Interesse in der Wahrnehmung der Bevölkerung und der Pflege der römischen Bodendenkmäler im Vordergrund stand. Die beiden Bürgermeister, Frau Joelle Elvinger und Herr Stefan Raetz, hoben auch die jeweils sonstigen touristisch wertvollen Reize ihrer beiden Städte hervor und ermunterten sich und die Mitbürger zu gegenseitigen Besuchen.
Prof. Dr. Grewe zeigte in seinen kurzen Worten noch einmal auf, wie sehr sich gerade für ihn ein Kreis geschlossen habe... Vor gut 25 Jahren war er als Experte für antiken Tunnelbau bei den Grabungen zum Raschpetzer Tunnel hinzugezogen worden. Kurz vorher hatte er nämlich seine Erfahrungen bei den Arbeiten am Drover Bergtunnel veröffentlicht, somit in der Forschung nach seinen eigenen Worten wissenschaftliches Neuland betreten. Seit dieser Zeit blieb der Kontakt zu den leitenden Ingenieuren erhalten.
Im Gemeindehaus Dufaing der Stadt Walferdingen fand in Gegenwart der beiden Bürgermeister und der Vereinsvorstände vor zahlreichen Mitgliedern die feierliche Unterzeichnung der Urkunde statt.
PS
Schon der 30.April bietet den Anlass zum Gegenbesuch. Der SIT Walferdange unterschreibt seinerseits die Urkunde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Glaspavillon des staatl. Berufskollegs (ehemals Glasfachschule). Hierzu ergeht noch eine besondere Einladung des Freundeskreises Römerkanal.
Rheinbach, den 18.04.2016
Rolf Greiff

NEUE WANDERKARTE

Unter den Titel ,,Rheinbach, südlicheVille” wurde die Wanderkarte Nr. 6 des
Eifelvereins neu aufgelegt. Sie beinhaltet das komplette örtliche und überregio-
nale Wegenetz mit dem Römerkanal-Wanderweg und der Naturparkfeuerroute.
Auch bekannte Radwege sind verzeichnet. Kosten 9 Euro; www.eifelverein.de

Bericht: Bonner Rundschau 16.07.2016

Seit fast 2000 Jahren liegt zwischen Nettersheim und Köln Deutschlands bedeutendster antiker Technikbau in der Erde verborgen: Die römische Eifelwasserleitung nach Köln. Bei Hürth-Hermülheim wird sich bald – so sieht es jedenfalls die Planung von »Strassen-NRW« vor – die Trasse des Römerkanals mit der Trasse der neuen B 265 kreuzen. In Vorbereitung der Ortsumgehung Hürth-Hermülheim wird die geplante Trasse der B 265  an dieser brisanten Stelle archäologisch untersucht, um beim nachfolgenden Ausbau der Bundesstraße Probleme zu vermeiden. Seit der Fertigstellung des »Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln« im Jahre 1986 ist es möglich, mit ziemlicher Treffsicherheit den unterirdischen Verlauf des Römerkanals vorherzusagen. Mit dieser Vorgabe konnte auch in Hermülheim das antike Bauwerk von der mit der archäologischen Prospektion betrauten Fachfirma ARCHAEOnet metergenau getroffen werden. Dabei kam auf rund 50 m Länge der gut erhaltene Römerkanal ans Tageslicht. Im Befund ist zwar auf eine größere Strecke das Gewölbe des Kanals nicht mehr vorhanden, aber ansonsten bietet sich ein bestens erhaltener Römerkanal für die Forschung an.

Eine Petition des Freundeskreis Römerkanal e.V. (15. September 2016)

„Ist das Kultur – oder kann das weg??!!“

50 m Römerkanal in Hürth-Hermülheim freigelegt

Für alle mit dieser Baumaßnahme Beschäftigten stellt sich nun die Frage: Was macht man denn nun mit diesem von Zerstörung bedrohten antiken Technikbauwerk von internationalem Rang? Hat ein solches antikes Bauwerk Vorrang vor einem geplanten Technikbau der Neuzeit? Oder sind hier öffentliche Belange – wie ein besserer Verkehrsfluss auf einer Bundesstraße – höher zu bewerten?

Gefragt ist nun in erster Linie die Meinung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland als Fachbehörde, „unter anderem zuständig für die fachliche und rechtliche Beratung und Bewertung bei Baumaßnahmen“.

Die Meinung des Freundeskreis Römerkanal e.V. ist klar: Ein schonender Umgang mit diesem Kulturgut muss selbstverständlich sein – das sind wir den antiken Ingenieuren und nachfolgenden Generationen gleichermaßen schuldig! Wenn möglich, muss die Bauplanung für die neue Umgehungsstraße geändert werden! Falls das nicht möglich sein sollte, muss das freigelegte Bauwerk in Teilstücken komplett geborgen, konserviert und transloziert werden. Komplett heißt in diesem Fall, dass man nicht ein oder zwei Paradestückchen aus dem Bodendenkmal herausnimmt, sondern dass tatsächlich das gesamte Bauwerk in Teilstücken transloziert erhalten bleibt. Die beiden Kopfenden des freigelegten Abschnitts mit ihren gut erhaltenen Gewölbedecken sind unter der Maßgabe denkmalpflegerischer Gesichtspunkte am Ort zu erhalten und sichtbar zu machen.

Der Freundeskreis Römerkanal e.V. bittet alle Verantwortlichen, dieses großartige Kulturgut mit der gebührlichen Achtung und Aufmerksamkeit zu behandeln. Der Freundeskreis Römerkanal e.V. bietet auch seine beratende Hilfe beim Umgang mit diesem Problemstück an.

 (Prof. Dr. Klaus Grewe)

Foto: Ralf Haberl

Foto: Ralf Haberl

Foto: Ralf Haberl


 Ausstellung 
 
"Wasser für Roms Städte"

Zum zweiten Mal verlängert bis 18. Juni 2017)

 im LVR-Römermuseum Xanten

61.000 Besucher haben die Ausstellung bisher in Xanten gesehen!

Weitere Infos zum Rahmenprogramm >>>

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