Grewe zog eine Verbindung dieser technischen Ingenieurleistung von 1468 zu römischen Lehrmeistern der antike, die im riesigen Imperium Romanum schon den Brücken, Tunnel- und Aquäduktbau auf vielfältige Weise ausführten und zum Beispiel den Römerkanal von der Eifel bis nach Köln direkt vor Rheinbachs Haustür zur Vollendung brachten. Wasser an jedem Ort zu besitzen, sei schon immer ein Wunsch der Menschen gewesen und habe immer dort zu Ansiedlungen geführt, wo eben Wasser verfügbar war. Dass selbst am Ende des Mittelalters diese Technik noch von den Ingenieuren des Grafen Dietrich beherrscht wurde, sei in Deutschland ein einmaliger Befund. Um so mehr sollte sich ein Besuch der auch für Familien mit Kindern geeigneten Ausstellung lohnen. Bis Mitte August bleibt die Präsentation geöffnet.

( Text und Bild R. Greiff )

Der Freundeskreis Römerkanal e.V. freute sich, eine renommierte Ausstellung des Touristikvereins der Gemeinde Blankenheim im Foyer des Rathauses der Stadt Rheinbach eröffnen zu dürfen.

Der Vorsitzende, Herr L. Euskirchen, konnte den stellv., Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim, Geschäftsführer und ehrenamtliche Helfer des ,,Vereins zur Förderung der Burg und sonstiger Kulturgüter“ und die Vertreterin der Frontinus-Gesellschaft, begrüssen. Er dankte auch der Verwaltung, an ihrer Spitze Herrn Claus Wehage, die dieser Präsentation im Herzen der Stadt einen guten Ort bereitet hätten.

Die Ausstellung war schon in der Bundesrepublik überall unterwegs. Der wissenschaftliche Leiter und Vorstandsmitglied des Freundeskreis Römerkanal e.V., Herr Dr. Klaus Grewe, betonte, dass allein im Deutschen Museum in München ca. 1 Million Besucher das technische Meisterwerk einer Wasserdruckleitung für die Burg des Grafen Dietrich von Blankenheim bewundern konnten.

Auf Schautafeln werden anschaulich die zu überwindenden Probleme bei dem Wasseranschluss für die Burg illustriert. Den Bericht unterstützen anschaulich die aufgefundenen Teile der Holzrohre, die unterschiedlichen Bohrer und Deichelringe, mit deren Hilfe man die ca. 500 einzelnen Holzstämme durchbohrte und dauerhaft verband. Erstaunlicherweise sind diese Ringe aus Stahl, so dass man glaubhaft vermuten kann, dass der Bauherr seinen Waffenschmied angewiesen hatte, den Stahl, mit dem er sonst kostbare Schwerter herstellte, für seine Rohre schmieden ließ.

Wasser für die Grafen von Blankenheim oder: Damaszenerschwerte zu Deichelringen

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