WASSER FÜR ROMS STÄDTE

AUSSTELLUNG IM RGM KÖLN AM 15.7.2015

Der Freundeskreis Römerkanal lud mal wieder ins römische Köln ein; für diesen Tag eignete sich die Sonderausstellung „Wasser für Roms Städte“, die schon während der Landesgartenschau im Zülpicher Museum für Badekultur tausende Besucher begeistert hatte.
Die Exklusivität dieser Einladung beruhte zum einen auf dem kostenfreien Eintritt in diesen Teilbereich des Museums, den uns einer der leitenden wissenschaftlichen Mitarbeiter, Herr Dr. Schäfer, in Personalunion auch noch Vorsitzender des Regionalbeirates des Freundeskreises, verschafft hatte.
Zum anderen war es der Kurator und Ideengeber der Ausstellung, Prof. Dr. Klaus Grewe persönlich, der einen weiten Bogen über folgende drei Themenkreise spannte:
 
  1. Allgemeine Bauweise römischer Wasserleitungen in ihren vielfältigen Ausprägungen und die Transportwege des Wassers aus den Bergen in die  Städte
  2. Die Besonderheiten des sog. Römerkanals von der Eifel bis nach Köln im 1. Jhdt. nach Chr.
  3. Die Nutzung des Kanals als Steinbruch im 11. – 13. Jhdt.  für die Sakralbauten oder gar als Fundgrube des hochberühmten „Aquäduktmarmors“

Die etwa dreißigköpfige Gruppe lauschte wie immer hochinteressiert  den teilweise hochtechnischen Ausführungen des Fachmannes, dem man anmerkte, dass eine 40jährige Erforschung antiker Wasserleitungen und Tunnelgrabungen nicht nur eine Riesenfülle von Wissen angesammelt hat, sondern dass auch gerade bei solchem Sachverstand es Grewe versteht, in  seiner lockeren und unnachahmlichen Manier Schweres leicht erklären zu können.

Die Ausstellung selbst ist didaktisch hervorragend mit Bildtafeln und Texten gestaltet und macht mit eigens (!) gefertigten Geräten wie Groma und Chorobat (der aus Platzgründen hier nicht gezeigt werden konnte) und einem Steinkreissägemodell anschaulich, mit welchen raffiniert einfachen Hilfsmitteln der antike Ingenieur gearbeitet hat.

Interessierte Reisegruppe

Wer nach Köln kommt und diese Ausstellung nicht selbst erlebt, wird was verpassen. Und wem dieser Ort zu weit entfernt ist, den kann der Freundeskreis „Römerkanal“ trösten; diese Ausstellung soll eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages bei uns in Rheinbach ihre Wanderung durch Deutschland beenden und ihre endgültige Heimstätte finden.

PS:
Es gehört schon zum guten Brauch unserer Kurzexkursionen, dass man  nach der Führung noch den Tag mit  einem Besuch einer echten „Kölschen Weetschaft“ ausklingen lässt. So empfing uns dieses Mal wieder das „SION“ mit Kölsch und deftigem Essen.
Im Sion Brauhaus

Der Vorstand hat sich wieder einmal sehr über das große Interesse seiner Mitglieder an solchen Führungen gefreut und dankt allen, die daran teilgenommen haben.

Rheinbach, den 16.07.2015
Text: Rolf Greiff
Fotos: Friedhelm Becker
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